Verfasst von: sauvradaeva | April 14, 2012

Unterhaltung der Armen. Das Beispiel der Sufihäuser im Iran und Pakistan.

In den vergangenen Jahren kam es zu mehreren Verfolgungswellen gegen Sufi-Orden im Iran und Pakistan. Im Iran sind ein Zirkel konservativer Kleriker (Mesbah-Yazdi, Agha-Tehrani, Jannati, Noori-Hamedani, der 2007 verstorbene Lankarani) Drahtzieher der Repression. Sie geißeln in der Öffentlichkeit die Praktiken der Sufi-Orden und üben einigen Einfluss auf die Regierung aus. Mesbah-Yazdi und Agha-Tehrani sind Berater von Ahmedinejad. Ayatollah Ahmad Jannati sitzt im Wächterrat. Die Gründe sind vielfältig und reichen von politischen Konflikten (u.a. gegen Kurden, Aleviten, Ahl-e Haqq) bis hin zur Kontrolle über alle religiösen Einrichtungen, Auslegungen und Erscheinungen. Da insbesondere die Konservativen unter den schiitischen Klerikern eine Alleinvertretung beanspruchen – letztlich entspricht es dem Staatsmythos in der Vertretung des 12. Imams zu handeln -, ist die Verfolgung abweichender und pluralistischer Vorstellungen zwangsläufig angelegt. Diese betreffen nicht die Sufis allein, sondern auch andere bis alternative theologische Lehren, insb. der sog. Reformtheologen, aber auch der quietistischen schiitischen Lehrmeinung 1 und fast alle anderen islamischen und nicht-islamischen Religionen und Strömungen, v.a. Bahaii, Zoroasther und 7er Schiiten. Schon unter Khomeini wurden die Zoroasther mehrheitlich vertrieben, die Baha’i aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen und die 7er Schiiten marginalisiert. Die Angriffe gegen Sufis gab es seinerzeit schon auch, aber sie steigerten sich insb. im Konflikt zwischen den Konservativen und den Reformern während der Regierungszeit Khatamis. Die Konflikte im Parlament wie auf der Straße Ende der 90er Jahre wurden schließlich von den Konservativen mit massiver Gewalt für sich entschieden. Einrichtungen, die sich der Kontrolle entzogen, wurden kurzerhand geschlossen. Dies zeigt sich exemplarisch an den Sufiorden. Mehrere Gemeinschaftsräume und Schreine (Zawiya) wurden angegriffen und hunderte Sufis festgenommen. In der Stadt Qom, die durch Khomeini und die theologische Lehreinrichtung, zur drittwichtigsten des 12er Schiismus wurde, wurden 2006 die Derwische verschiedener Orden fast komplett aus der Stadt verjagt, ihre Häuser angezündet oder durch Bulldozer zerstört. Über 1.000 wurden inhaftiert. Orden, die sich unterwerfen oder selber islamistisch sind, wie die Naqschbandiyas, blieben dagegen unangetastet.

In Pakistan werden Minderheiten massiv verfolgt, gleichgültig, ob es sich um ethnische oder religiöse handelt. Zwei Völkermorde, einer an den Bengalen im damaligen Ostpakistan, heute Bangladesch, einer an den Belutschen, geschahen aus nationalistischen Motiven. Da Urdu zwangsweise zur Einheitssprache erklärt wurde, führte das zum Konflikt mit fast allen anderen Gruppen. Urdu war noch in den 70er Jahren eine Sprache, die weniger als die Hälfte der Bevölkerung sprachen. In diesem Konflikt ging es nicht nur um Sprache und Nationalismus, sondern auch um Demokratie und Mitbestimmung, insb. da Pakistan sehr häufig von Militärdiktaturen beherrscht wurde. Für die Islamisten der Jama’at-e Islami und die jihadistischen Strömungen 2 spielt dagegen der Charakter des Staates (vgl. im Schatten des Siyed Qutb) eine große Rolle, den sie zu einem islamischen Staat transformieren möchten. 3 Dazu eliminieren sie alle Feindbilder und stellen sich in den Dienst des autoritären Staates, also häufig in den Dienst von Militärdiktaturen. Dafür werden sie mit Einfluss und ökonomischer Macht bedacht. Ihre Goldene Zeit waren entsprechend die 80er Jahre, die sie bis heute ökonomisch ausbauen. Muhammad Taqi Usmani, der momentan bedeutendste islamistische Intellektuelle Pakistans, sitzt in den Aufsichtsräten mehrerer Banken. Seinen Aufstieg erlebte er als Hetzer gegen die Ahmadiyya-Minderheit und als Verfassungsrichter unter dem Militärdiktator Zia-ul Haq. Andere islamistische Gruppen stellen sich mehr in die Dienste der Pakistan Muslim League von Nawaz Sharif. Sie werden dabei regelmäßig bei den politischen Konflikten in Karachi eingesetzt um Anhänger der Pakistan Peoples Party des Bhutto-Clans zu ermorden. Da Islamisten ja bekanntlich die Mehrheit der Pakistani vertreten, erhalten sie auch regelmäßig unter 5% der Stimmen. Das erklären sich Islamisten mit dem Mangel an Islam in der Gesellschaft. So mussten sie sich schon zu großen Wahlblöcken zusammenschließen um überhaupt noch diese Hürde zu überspringen zu können. Da ja das erklärte Ziel der Islamisten die Reinigung des Islams von unislamischen Praktiken ist, war die erste Stufe der Durchsetzung die Verfolgung von Minderheiten: zunächst waren Hindus und Sikhs dran, es folgten Ahmadis und Schiiten. Zwischendrin erklärte Mawdudi die Bengalen zu Ketzern, gegen die die Todesstrafe durchzusetzen sei, weil sie auf Bengali als zusätzlicher Staatssprache und Regionalautonomie beharrten. Die islamistischen Milizen in Ostpakistan beteiligten sich daraufhin am Völkermord an den Bengalen. Seit den 90er Jahren stehen nun verstärkt die Sufis auf der Todesliste. Während die Jama’at-e Islami die Sufis propagandistisch hinrichtet, vollziehen es die Jihadisten 4 auch tatsächlich. Lashkar-e Tayyba (Lashkar = Armee, Tayyba = Reinheit) 5 entstand in den 90er Jahren und attackiert vorwiegend Sufis und Minderheiten. Im Nachbarland Indien hat man ihre Anschläge zunächst nicht ernst genommen bis sie 2005 in Bangalore Wissenschaftler ermordeten und schließlich in Mumbai 2009 die Massaker verübten. 6 Tehrik-e Taliban Punjab (kurz TT Punjab, Tehrik= Student, Taliban = Schüler), ein Ableger der Tehrik-e Taliban in Waziristan, greifen verschiedene Feste im sog. Herzen Pakistans, im Punjab an. Das Attentat mit den meisten Opfern der vergangenen 10 Jahre im Juli 2010 in Lahore verübt. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich im größten Sufischrein, dem Data Darbar Complex, in die Luft und ermordeten 50 Menschen. Im Data Darbar kommen allabendlich die Menschen zusammen um zu tanzen, musizieren oder sonst wie in geselliger Runde zu verbleiben. Bereits 2009 wurden zwei Selbstmordanschläge in der Data Durbar verübt und Taliban forderten die Händler auf anstößige CDs und DVDs zu verbrennen. Weitere schwere Anschläge wurden auf die Dargah von Abdullah Shah Ghazi in Karachi verübt.

Diese Angriffe, sowohl in Pakistan wie im Iran, zielen nicht nur auf die “Reinigung des Islam”, in dem Ketzer ermordet werden, sondern erzeugen eine Aura der Furcht für die restlichen Menschen. Alle gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Fragen werden in den Hintergrund geschoben, nur damit man nicht zum Opfer wird. Vikram Sood formulierte es wie folgt:

There are many in Pakistan who shudder at the thought of what their country has become and the direction in which it is heading but their voice is weak and drowned by the coarseness of the opposition which is armed and dangerous that is willing to kill other Muslims in the name of Islam. They are worried that the rise of religious intolerance is a threat to their fundamental rights and liberties and what is more worrying, they are frightened that if they assert this too strongly they will be declared apostates.

(Viele in Pakistan erschaudern bei dem Gedanken, was aus ihrem Land geworden ist und in welche Richtung es sich weiterentwickelt, aber ihre Stimme ist schwach und wird von der groben Mahlkraft der Opposition, die bewaffnet und gefährlich ist, die bereit ist andere Moslems im Namen des Islam zu töten, erstickt. Sie sind besorgt, dass der Aufstieg religiöser Intoleranz eine Bedrohung ihrer Grundrechte und Freiheiten ist und was noch besorgniserregender ist, sie befürchten, dass, wenn sie zu sehr auf ihnen beharren, zu Ketzern erklärt werden.)

Sufismus und Pluralismus

Viele Sufigruppen stehen der Dogmatik fern 7, weswegen sie aber noch lange nicht antiautoritär sind. Die Hierarchien in Sufiorden sind sehr strikt und basieren auf Mentor-Schüler-Verhältnissen. Der wesentliche Unterschied zu anderen religiösen Gruppen besteht jedoch im Zweck dieser Struktur. Sufis sind vielfach gnostisch veranlagt und suchen nach spirituellen Erfahrungen (sog. Tawhid, d.h. die Einheit mit Gott 8 ). Rechtsschulen und Islamisten sehen die Strenge und Einhaltung der Normen dagegen als Sinn an sich. Gegenüber der Orthodoxie haben viele Sufis sehr auslegungsbetonte Ansichten. So steht der Sinn und Zweck im Vordergrund. Das ist der erste theologische Konfliktpunkt mit Islamisten und der islamischen Orthodoxie. Gegenüber anderen religiösen Anschauungen, gleich ob islamisch oder nicht, verhalten sich Sufiorden sehr liberal und bieten eine offene Infrastruktur. Im Iran wie in Pakistan war es üblich, dass sich in den Sufischreinen auch andere Personen einfanden, z.B. Zoroasther, Sikhs oder Hindus. Diese Infrastruktur ist auch nicht nur rein religiös zu sehen, sondern dient auch der Geselligkeit. 9 Insbesondere während der religiöser Feierlichkeiten oder beim Iftar (gemeinsames Abendessen während der Fastenzeit) kommen sehr viele Leute zusammen. In Pakistan werden die größten Feste im Sindh, Punjab und in den North Western Provinces gefeiert. Anlässlich des Todestags von Lal Shabaz vom Qalandarorden kommen mehrere hunderttausend Menschen in Sehwan Sharif im Sindh zusammen, darunter auch Schiiten, Sikhs und Hindus. Die Qalandariyya gelten Islamisten in Pakistan als absolutes Feindbild. Der Orden hält nur die Minimalpflichten des Islam für erforderlich und zieht die medinischen den mekkanischen Suren vor. 10 In der Data Darbar in Lahore treffen sich allabendlich die Menschen um sich die Zeit in geselliger Runde zu vertreiben oder religiöser Kontemplation zu versinken. Aus den Sufiorden kommt auch eine spezifische Form der Lyrik und der Musik, aus denen sich später die Qawwali und Ghazal-Stile auf dem indischen Subkontinent entwickelten. Im Iran gelten, trotz aller Verfolgung, die Sufipoeten (u.a. Omar Khayyam, Baba Taher, Saadi, Rumi) weiterhin als nationales Erbe, allerdings nur als monumentalistische Wichsvorlage und nicht entsprechend der Inhalte ihrer Werke.

Zwei wichtige Punkte wurden nun schon angesprochen, die alternativen religiösen Ansichten und die Unterhaltung. Wegen diesen beiden Punkten sind die Sufiorden auch der Verfolgung ausgesetzt. Die religiöse Feindschaft hat vor allem mit der Monopolisierung und Radikalisierung der Religion zu tun 11. Islamisten möchten alle religiösen Erscheinungen kontrollieren und auf sich zentrieren. Sie werden somit zu Gralshütern der religiösen Lehre. Sufis sind damit sowohl mit ihren devianten Ansichten, ihrer offenen Methodik und ihrer pluralistischen Ausrichtung schwer zu integrieren. Zudem entwickeln sich ein gewisser Gemeinsinn und eine Identität der Besucher der Schreine mit dem Orden. Diesen Gemeinsinn möchten aber eigentlich die Islamisten stiften. Gemäß der islamistischen Weltanschauung sind die meisten sufistischen Praktiken mindestens verabscheuungswürdig, meistens jedoch schlicht unislamisch. Noori Hamedani erließ hierzu mehrere Fatawa, da der Sufismus und auch andere “Sekten” (u.a. Bahai) den Islam lahmlegen und ihn seiner Werte und Verteidigungskräfte berauben. Für die Islamisten in Pakistan ist der Sufismus eine unerlaubte Neuerung, der zudem das islamische Wertesystem aufweicht. Da dieses Wertesystem der Heilsbringer für die islamische Welt ist und sie modernisieren soll, ist die Schärfe des Konflikts offensichtlich. Islamisten gehen davon aus, dass Gott genügend Pause gemacht hat – immerhin hat er ja nur sechs Tage gearbeitet – und nun alle mit seinem islamischen System Probleme lösen soll. Er wird also nicht mehr angebetet, sondern als Dienstleister betrachtet, der Werte bereitstellt, die alle politischen, sozialen und ökonomischen Missstände behebt. Zur Verbesserung der Leistungsbilanz der Religion, muss sie aber in ihrer Reinform wiederhergestellt werden. Das erreicht man am besten, indem man alles, was nicht reinpasst oder als Neuerung brandmarkt, liquidiert. Da das Programm doch etwas dürftig ist und “islam huwa al hall” (Islam ist die Lösung) nicht unbedingt vielversprechend klingt, ist es schon ein Wunder, wenn man, wie in Pakistan, überhaupt noch auf 5% der Stimmen kommt. Daher springen die Islamisten im Iran wie in Pakistan von einem Feindbild zum anderen um quasi als Dienstleister aufzutreten, der auf etwas Umfassenderes als das individuelle Selbstinteresse verweist, nämlich die islamischen Werte. Inwiefern es sich hier um tatsächliche Identitätskonflikte oder die identitäre Aufladung von Verteilungskämpfen handelt, kann allerdings nicht beantwortet werden.

Auch hinsichtlich der Unterhaltung landen Sufiorden auf der Todesliste. 12 Zunächst einmal geht man gegen Unterhaltung vor, weil sie eine Nebensächlichkeit ist. Unterhaltung wird auf die Freizeit beschränkt und diese wird, wie es der Begriff schon sagt, von der Arbeitszeit geschieden und ihr untergeordnet. Anstatt seine Zeit zu verplempern, soll sich das Individuum formen, seine Zeit und Energie darauf verwenden sich zu perfektionieren. Denn je perfekter sich das Individuum aufstellt, umso mehr Erfolg hat es – sei es nun in der religiösen Hierarchie oder am Arbeitsmarkt – und umso mehr Erfolg hat die Gesellschaft. Wer sich dabei an die neoliberale Marktideologie und dem Selbstinteresse als Fortschrittsmacher erinnert fühlt, dem kann man nur beipflichten. Der Fortschritt der Gesellschaft wird durch die Perfektionierung der einzelnen Individuen entwickelt. Man erwartet also vom Individuum von sich selbst zu abstrahieren um das gesellschaftliche Beste anzustreben. Tut es das nicht, verrät es sich und die Gesellschaft. Eine Parallele zeigt sich ebenfalls in der Leistungsideologie. Armut wird nicht als soziale Frage angesehen, sondern als charakterliche Frage bis hin zu einem individuellen Defizit. Unter Islamisten ist es das vorherrschende Leitbild, dass ein tugendhaftes Leben mit ökonomischem und privatem Glück belohnt wird bzw. man es sich darüber erarbeitet hat. Wer also arm ist, ist nicht nur ökonomischer Verlierer, sondern auch noch untugendhaft. Im Neoliberalismus ist er zu faul zum Arbeiten, weil es ihm an Sekundärtugenden fehlt, die ihm Arbeitsmoral vermitteln. Im Islamismus ist es ein Mangel an Tugend, die dem Individuum genau dieselben Werte vermitteln. 13 Unterhaltung, insb. für Arme, kann deswegen nicht toleriert werden, da es sie nur von der Arbeit abhält. Stattdessen sollten sie islamische Sekundärtugenden büffeln um eines Tages die Gesellschaft voranzubringen.

In Pakistan wie auch im Iran sind die Sufieinrichtungen aber die einzigen Anlaufstellen für Unterhaltung und auch ein Freiraum von den autoritären Zwängen der Familien, des Staates oder der Arbeit. Dadurch werden die Sufiorden nicht revolutionär, aber gleichwohl haben sie einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Unterhaltung in den Schreinen beschränkt sich nicht auf das, was Sufis machen oder auf religiöse Texte. Insbesondere für die ärmeren Schichten sind sie von Bedeutung, weil sich diese keine andere Unterhaltung leisten können. Die Armen in Süd-Teheran sind zum Beispiel von allen Errungenschaften, die die islamische Republik ausgebildet hat, ausgeschlossen. Diskotheken, Bars, Restaurants und Kinos sind nahezu unerschwinglich. Treffpunkte gibt es kaum, abgesehen von Sportplätzen. Angesichts ihrer ökonomischen Situation können sie sich die Armen drei Dinge anhören: der Welt entsagen und sich auf Gott konzentrieren, die Korruption im System beseitigen und sich schließlich zum perfekten Humankapital formen und doch endlich fleißig sein. Sogar Kampagnen, damit sie nicht so viele Kinder kriegen, hat man bereits durchgeführt, denn bekanntlich schnackseln die Armen so viel. Im Wesentlichen bleiben ihnen somit nur die religiösen Feiern wie Nowruz oder Ashura, an denen sich so etwas wie öffentliche Unterhaltung abspielt. Ansonsten können sie noch zum Tanzen und Musik Hören in die Sufihäuser gehen. Diese werden von allen Altersschichten, Religionen und auch Frauen besucht. Das Programm ist mitnichten religiös geprägt und die Einrichtungen haben mehr den Charakter eines Stadtteilzentrums. In den Einrichtungen werden u.a. auch Konzerte veranstaltet. Die lokalen Blockwarte von der Basij mögen diese aber nicht so gerne, sprengen sie und verhaften Leute aufgrund von Satanismus. So muss es nicht verwundern, dass dann auch ausgerechnet 2009 in der Nawab-Straße in Süd-Teheran, dem Armenviertel, das Basiji-Hauptquartier abgefackelt wurde.

Zum Abschluss noch ein wenig Musik von Khalili Ali-Nejad, einem Ahl-q Haqq, der bei einem Brand ums Leben kam und bis heute nicht geklärt ist, ob es ein Unfall oder ein Mord gewesen ist.

Fußnoten

1. Großayatollah Mohammed Shariatmaderi ist das bekannteste Beispiel dieser Verfolgung.

2. Der Salafismus spielt in Pakistan nur eine untergeordnete Rolle, dagegen dominiert die Deobandi-Schule, benannt nach der Lehranstalt in der nordindischen Stadt Deoband.

3. Der Kaschmirkonflikt und die anderen Kriege mit Indien werden dagegen vorwiegend als nationalistische Konflikte betrachtet.

4. Der Begriff Jihadist stammt aus dem pakistanischen Sprachgebrauch und bezeichnet massenmordende, religiöse Gruppen. Ein weiterer Begriff ist Saliban (= die Schrecklichen/Schrecken Verbreitenden) als Wortspiel auf Taliban.

5. Der Name ist ein Wortspiel. Er spielt einerseits mit der Tugendhaftigkeit der Mitglieder und andererseits mit der Reinigung der Gesellschaft.

6. hnen wird vor allem von rechter Seite in Indien auch die Schuld für die Anschläge auf die Mumbaier Vorortzüge 2006 gegeben. Allerdings wurden just zur selben Zeit Köpfe einer kriminellen Organisation in Portugal festgenommen und nach Indien überstellt. Sie wurden gesucht, weil sie 1993 in Mumbai Bomben in den Zügen deponiert hatten.

7. Dagegen ist vor allem der Naqschbandi-Orden ist als Negativbeispiel zu nennen.

8. Tawhid heißt eigentlich Monotheismus, bei Islamisten wird Tawhid zum zentralen Begriff, aber mit ganz anderer Bedeutung.

9. Im Übrigen findet man das bei vielen Moscheen, die in ihren Räumen auch Teestuben, Restaurants oder Läden beherbergen.

10. Den Koran kann man zweiteilen in die Suren, die Mohammed in seinem Exil in Medina entwickelt hat, und jene, die er nach der Eroberung Mekkas schuf. In der Regel wird man für solche Ansichten von Islamisten über den Haufen geschossen. Ein bekanntes Opfer ist Mahmud Mohammed Taha im Sudan.

11. Jamal Malik nennt es für Pakistan die Kolonialisierung des Islams.

12. Es gibt zwar einen gewissen Obskurantismus in der Interpretation der Ursachen, der von einer Lustfeindlichkeit ausgeht, aber bislang haben die Vertreter dieser Ansicht keinen Beweis vorlegen können.

13. Kampagnen der christlichen Parteien in Europa Gott nicht mehr auf seiner Wolke fläzen zu lassen, sondern ihn zum Motivationstrainer für Arbeitslose zu machen, entsprechen dem voll und ganz.


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