Verfasst von: sauvradaeva | Februar 15, 2013

Veranstaltung am 22.02.2013: Neonazis und Neurechte Strömungen im Extreme-Metal

Im Herbst/ Winter des vergangenen Jahres sollten in der KuFa Moabit mehrere Konzerte mit Bands stattfinden, welche personelle Überschneidungen in das Lager des neonazistischen National Socialist Black Metal (NSBM) aufweisen. Vor 20 Jahren haben sich im als sonst als „Negermusik“ geschmähten Extreme-Metal mit Burzum, Legion of Doom und Absurd die ersten Nazis eingefunden. Mittlerweile sind Nazibands in den Sparten Black und Pagan Metal weitgehend akzeptiert. Nicht nur gründet das in entsprechender Zurückhaltung (wenig NS-Elemente) der Bands selbst, sondern auch in geteilten Werten wie aggressivem Auftreten, laienhafter Musik und einer Erotik des Bösen. Während Nazibands im Black Metal unverhohlen das Dritte Reich und Massenmord preisen, treten sie unverfänglicher im Pagan Metal auf, wo sie allerdings Elemente der völkischen Bewegung und konservativen Revolution einbringen, beides Grundlagen des Nationalsozialismus. Im Zusammenhang mit der historischer Unbedarftheit der Paganisten und romantischen Sehnsüchten werden so völkische Ausgrenzungsmuster, Verhaltensweisen und Symbole verbreitet.

Zeit: 22.2.2013 um 19.00 Uhr

Theater in der Kulturfabrik Moabit

Lehrter Straße 35

nächste U-Bahn: Hauptbahnhof, Reinickendorfer Straße

Während man sich im NSBM recht wenig Mühe gibt die Ideologie zu verhehlen (z.B. Armatus mit burn your Jewish neighbourhood), sind neurechte Strömungen im Pagan Metal deutlich subtiler. Daher gebe ich zum Einlesen in den Bereich neurechte Strömungen folgende Hinweise:

Rüdiger Sünner: Schwarze Sonne (Doku 90 Minuten)

Nornirs Aett: Ariosophie – was ist das und wo kommt sie her?

Arbeitsgemeinschaft Theorie: „Odin statt Jesus!“

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