Verfasst von: sauvradaeva | Juni 2, 2013

Vorträge zu Iran und Saudi-Arabien

In Berlin werden zwei Vortäge gehalten. Im einen geht es um die Präsidentschaftswahlen im Iran, die Mitte Juni statt finden. Im anderen geht es um eine einflussreiche Regionalmacht im Nahen Osten, um Saudi-Arabien.

 

Der Wandel im Iran: zwischen Ahmadinejads Institutionalisierung und liberalem Reformeifer

Donnerstag, 20.06.2013, um 20:00 Uhr im Bandito Rosso (Lottumstr. 10a) (U-Bahn Rosenthaler Platz, Rosa-Luxemburg-Platz oder Senefelder Platz)

Die Präsidentschaftswahl bedeutet das Ende der zweiten Amtszeit Ahmadinejads. In diesen Wahlen zeigt sich sehr deutlich die Fraktionierung der politischen Landschaft im Iran. Während Ahmadinejad versucht einen passenden Nachfolger zu installieren und selber als „elder statesman“ in den Hintergrund tritt, setzen die Reformer und die „Grüne Bewegung“ auf einen Kandidaten, der ihnen mehr Freiheiten im politischen Umgang verschaffen kann. Auch der Oberste Führer, Khamenei, schickt wieder einen Kandidaten ins Rennen. Hauptthemen im Wahlkampf sind Fragen der Sicherheit, der Außenpolitik und das Verhältnis vom Staat zu Bürger. Obwohl sich die soziale Frage vehement durch Inflation und Arbeitslosigkeit auf die Tagesordnung bringt, wird sie wie schon vor vier Jahren nur am Rande gestreift. Doch selbst wenn ein Reformer Präsident wird, ist dessen politischer Einfluss durch die institutionelle Verflechtung stark limitiert.

 

Die saudische Roll-Back-Politik

Freitag, 21.06.2013, um 18:00 Uhr im Cafe Commune (Reichenberger Straße 157) (U-Bahn Kottbusser Tor oder Görlitzer Bahnhof)

An fast jedem Konflikt im Nahen Osten ist die saudische Königsfamilie beteiligt. Ihre größte Furcht ist dabei der Sturz ihres eigenen Petrodollar-Regimes, weswegen sie seit Jahrzehnten gegen jeden Umsturz im Nahen Osten vorgehen. Ideologisch sichern sie sich mit ihrer wahhabitischen Ideologie ab, womit sie die soziale Kontrolle fest in der Gesellschaft verankern möchten. Hierzu fördern sie mit zig Milliarden islamistische Gruppen und Bildungseinrichtungen in anderen Ländern. Ihr Einfluss und ihr Exportschlager Islamismus und Wahhabismus sollen für Instabilitäten in anderen Ländern sorgen. Notfalls greifen sie auch selbst militärisch ein, ansonsten verlassen sie sich auf US-Militärhilfe. Ihr Anspruch auf Führung über die Araber oder die Moslems hat nichts mit Kooperation zur Vermehrung von Wohlstand oder Lebensqualität zu tun, sondern mit Sicherheitsbedenken, wie es sich deutlich im Golfkooperationsrat zeigt.

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