Islamismus

Zur besseren Orientierung gibt es hier eine Liste der wichtigsten Artikel zum Islamismus von diesem Blog:

Darstellung der Größe und des Einflusses (gemessen in Wahlen) des Islamismus.

Artikel, der die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, in denen sich der Islamismus entwickelt hat, beschreibt.

Darstellung des wichtigsten Werkes des einflussreichen islamistischen Schriftstellers Siyed Qutb bzgl. seines Gesellschaftsentwurfes.

Hossam Tammam ist ein führender Experte zu den Moslembrüdern in Ägypten. Er stellt die Positionierung der Moslembruderschaft, der Salafisten und weitere islamistischen Gruppen zum Aufstand in Ägypten dar.

Fatah al Islam ist eine aus der Abspaltung einer Abspaltung von der Fatah im Libanon hervorgegangene jihadi-salafistische Gruppe. Mit dieser kommentierten Übersetzung wir vor allem ein Einblick in das jihadi-salafistische Denken gegeben und die Bezüge zu weiteren jihadi-salafistischen Konzepten vorgestellt.

Anfang April 2012 hat die Kampagne „Lies“ in der BRD eine Debatte ausgelöst, in der zum ersten mal in der breiten Öffentlichkeit der Salafismus thematisiert wurde. Leider wurde nur der Begriff und nicht die Vorgehensweise angesprochen. Daher wird in dem Artikel das Weltbild der Salafisten, ihre Vorstellung, wie man das allgemeine Beste erreicht, ihre Missionstätigkeit ( Da’wa) im allgemeinen und die Bezüge der Kampagne „Lies“ darauf dargestellt.

Am 29. Juli wurde zu landesweiten Protesten gegen die Militärregierung, die schleppende Demokratisierung und die Verschleppung von Klagen gegen Mitglieder des Sicherheitsapparates in Ägypten aufgerufen. Dabei kam es vor allem in Kairo zu Alexandria zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Islamisten und anderen Protestteilnehmern. Was wie ein großer Erfolg für die Islamisten erscheint, zeigt in Wahrheit ein großes Versagen, da er den Menschen unmissverständlich klar gemacht hat, dass sie keine Einheit anstreben, sondern Dominanz.

Der Aufstand in Ägypten im Februar 2011, der schließlich zum Sturz Mubaraks führte, wurde weitgehend von Islamisten, also Moslembruderschaft und Salafisten, boykottiert. Die Gründe lagen darin, dass die Islamisten einerseits zunehmend ins Herrschaftssystem als Juniorpartner integriert wurden. Man überließ ihnen gewisse Handlungsspielräume, solange sie dabei nicht zu dreist wurden. Andererseits wandelten sich die Moslembrüder zunehmend zu einer zivilgesellschaftlichen Bewegung, die nicht mehr das System stürzen, sondern nur besser managen möchte.

Nach dem Aufstand, der zum Sturz Mubaraks führte, hat der Militärapparat die Situation zunehmend befrieden können. Zwar erkannte es einige demokratische Spielregeln an, versuchte sie aber deutlich einzuschränken. Den Widerstand der verbliebenen aufständischen Gruppen brachen sie mit Gewalt. Behilflich waren ihnen hierbei die Moslembrüder, die sie ideologisch  unterstützten. Zur Erklärung wird auf die „stille, konservative Koalition“ zwischen Moslembrüdern und Militär verwiesen, die es seit der Ära Mubarak gibt.

Die Moslembrüder nahmen an den Protesten gegen Mubarak nicht teil. Ganz zum Mißfallen der Jugendorganisation, die sich am Sturz des Diktators beteiligte. Kurz nach dem Sturz veröffentlichten sie ein Pamphlet, mit dem sie den demokratischen Wandel innerhalb der Moslembruderschaft forderten. Da man ihren Forderungen nicht entsprach, gründeten sie eine eigene Partei, die Hizb at Tayyar al Masry. Die Führung der Moslembruderschaft, die mit der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei eine eigene offizielle Partei gegründet hatte, schloss viele Mitglieder der Jugendorganisation, was dazu führte und entschied den Streit um die Beibehaltung der autoritären Strukturen so für sich.

Dieser Artikel, erschienen kurz vor der iranischen Präsidentschaftswahl von 2009, skizziert den Aufbau des iranischen Staates und die vier wichtigsten politischen Kräfte im Iran. Darin wird gezeigt welche Machtfülle Khamenei, der Oberste Führer (Rahbar), besitzt und wie er direkt und indirekt Einfluss auf Kandidaten und den politischen Prozess nehmen kann. Dennoch wird der Kampf um den Posten des Präsidenten heiß geführt und vier Gruppen, davon zwei eng mit Khamenei und dem konservativen Establishment verbunden, bemühten sich um den Sieg.

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